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Bibeln / über die Bibel

Jacob Thiessen:
Bibelübersetzung und Bibelauslegung
Hilfe im Umgang mit Bibelübersetzungen, um den Sinn von Bibeltexten besser zu verstehen
Immanuel-Verlag Basel 2010

Diese sehr kompakte Broschüre ist im Frühjahr 2010 erschienen. Der Verfasser, Prof. Dr. Jacob Thiessen, ist Rektor der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel (STH, früher: Freie Evangelisch-Theologische Akademie, FETA). Er zeigt dem Nichttheologen, welche Auswirkungen die unterschiedlichen Herangehensweisen der Bibelübersetzer an den Grundtext der Heiligen Schrift auf ihre Interpretation hat. Zugleich gibt er ihm Hilfen an die Hand, wie er damit bei seiner eigenen Auslegungsarbeit (z.B. in der Vorbereitung von Predigten und Andachten) fertig werden kann. Er tut das auf im Großen und Ganzen allgemeinverständliche Weise (nur dem Gedankengang auf Seite 15 - 16 kann selbst ich als Theologe nicht ganz folgen). Eine hilfreiche Ergänzung wäre auf Seite 19 bei der Erwähnung verschiedener brauchbarer Konkordanzen ein Hinweis auf entsprechende PC-Programme, die einem die Erarbeitung der Bedeutung biblischer Begriffe erleichtern  können. Ich kann diese Broschüre aber warm empfehlen.

Sie können Sie hier für 2,50 € beziehen.

 

Neue Evangelistische Übertragung
(Karl-Heinz Vanheiden)

Die Neue evangelistische Übersetzung (NeÜ) ist eine Übertragung der Bibel ins heutige Deutsch. Sie wurde unter Zuhilfenahme deutsch- und englischsprachiger Übersetzungen und Kommentare und unter Beachtung des hebräischen, aramäischen und griechischen Grundtextes erarbeitet. Die Übersetzung versucht Sinn und Struktur des Textes zu erfassen und auch für einen Leser aus nichtchristlichem Umfeld verständlich wiederzugeben. Dabei legt sie wesentlich größeren Wert auf die sprachliche Klarheit, als auf eine wörtliche Wiedergabe.

Unsere Übersetzung verzichtet darauf, bestimmte Begriffe des Grundtextes immer gleich zu übersetzen, sondern passt sie dem jeweiligen Textzusammenhang und dem deutschen Sprachgefühl an. Bei den poetischen Stücken der Bibel haben wir versucht, die Texte in einem gewissen Sprachrhythmus wiederzugeben, den man beim lauten Lesen gut erkennt. Überhaupt ist die NeÜ bibel.heute bewusst für hörbares Lesen konzipiert. Deshalb ist sie auch gut zum Vorlesen geeignet.

Die Übersetzung ist als Einführung in die Bibel gedacht, die ein großflächiges Lesen ermöglicht. Sie soll einen Eindruck von der lebendigen Kraft, aber auch von der Schönheit des Wortes Gottes vermitteln. Letztlich soll sie - wie jede Übersetzung - zum Glauben an Jesus Christus, den Messias Israels und Sohn Gottes, führen.

Dies schreibt der Übersetzer als Erläuterung. Ich finde, daß er diese Ziele voll und ganz erreicht hat. Diese Bibelausgabe richtet sich nicht in erster Linie an erfahrene Bibelleser, sondern an Menschen, die keinerlei Vorkenntnisse mitbringen und trotzdem verstehen wollen, was Gott ihnen in Seinem Wort sagen will. Deshalb eignet sie sich sehr gut zum Weitergeben an solche Menschen.

Ich lege sie aber auch allen "alten Hasen" warm ans Herz. Es kann sehr interessant und hilfreich sein, Bibeltexte, die einem sehr vertraut und gut bekannt sind, einmal in einer ganz anderen Fassung zu lesen oder zu hören. Man kann dabei Facetten entdecken, die man bis dahin immer übersehen hat. Diese Übersetzung will und soll kein Ersatz sein für genauere Bibeln wie Luther, Elberfelder oder Schlachter. Aber sie kann diese sehr gut ergänzen.

Ach ja, noch etwas: Jede Übersetzung ist immer ein Stück Interpretation. Deshalb ist für mich bei der Beurteilung einer Bibelübersetzung auch wichtig, wer sie gemacht hat. Welche Haltung hat er zum Wort Gottes? Ich kenne Karl-Heinz Vanheiden persönlich und weiß, daß er voll und ganz zur uneingeschränkten Inspiration und Autorität des Wortes Gottes steht. Das macht diese Bibel in meinen Augen noch wertvoller.

 

 

Alexander Schick/ Uwe Gleßmer:
Auf der Suche nach der Urbibel

Oncken-Verlag 2000, ISBN 3-7893-7261-7

Gibt es geheimnisvolle, über Jahrtausende verborgene Botschaften in der Bibel, sogenannte Bibel-Codes, die nun mit High-Tech-Computern entschlüsselt werden konnten? In den späten Neunzigerjahren behauptete der amerikanische Journalist Michael Drosnin, auf diese Weise sogar u.a. Prophezeiungen politischer Tagesereignisse in der Heiligen Schrift entdeckt zu haben, und erregte damit großes Aufsehen.

In ihrem überaus reich illustrierten, großformatigen Buch gelingt es den Verfassern, dies überzeugend zu widerlegen. Sie tun dies ausführlich (für Nichttheologen vielleicht fast zu detailliert), anschaulich und kompetent. Dabei stützen sie sich besonders auf die Schriftfunde am Toten Meer (Qumran), die ja vor allem für die Textforschung des Alten Testaments von unschätzbarem Wert sind. Der Vergleich mit den bis dahin vorliegenden Handschriften hat gezeigt, daß der Text in den vielen Jahrhunderten der Überlieferung durch Abschreiben erstaunlich genau erhalten geblieben ist. Dennoch sind eine Fülle von kleinen Abweichungen enstanden. Sie haben zwar kaum Bedeutung für den Sinn des Textes, machen es aber unmöglich, heute noch einen verborgenen Code zu entdecken, den Gott angeblich in ihn hineingelegt hat. Denn das würde voraussetzen, daß wir einen einheitlichen Text haben, der hundertprozentig mit den Originalmanuskripten übereinstimmt. Das aber ist absolut nicht der Fall. - Dieses Buch ist für alle Bibelleser empfehlenswert!

 

 

Die Hauskreisbibel
Holzgerlingen, Hänssler 2001

Im Prinzip reicht es ja, wenn zum Hauskreis jeder seine Bibel mitbringt, man gemeinsam einen Bibeltext liest und sich darüber austauscht. Nur bleibt man dabei dann meist ziemlich an der Oberfläche. Oder einer bereitet sich darauf vor und hält einen Vortrag - der kann dann sehr tiefgründig sein, aber das ist nicht der Sinn eines Hauskreises.

Wie überall, ist gutes Handwerkszeug auch im Hauskreis mindestens die halbe Miete. Und zu diesen nützlichen Instrumenten zählt die Hauskreisbibel. Was sie ausmacht, ist nicht etwa eine besondere Übersetzung (sie benutzt die Schlachter-Übersetzung, verrät aber leider nicht, welche - die alte von 1951 oder die neue von 2000). Nein, es sind im Wesentlichen vier Dinge:

  • Kurse für spezifische Zielgruppen wie Männer, Frauen, Verheiratete, Berufstätige, für geistliches Wachstum, für innere Erneuerung usw.
  • allgemeine Kurse für beliebige Gruppen
  • beliebte Geschichten
  • durch den gesamten Bibeltext drei Arten Fragen als Anstöße und Hilfen für das Gespräch:
    • zum Einstieg
    • zum Studium (Erarbeitung der Auslegung)
    • zur Auswertung (zur praktischen Anwendung)

Nicht alle diese Fragen sind wirklich hilfreich, aber es sind stets genügend Fragen zur Auswahl.

Wenn ein Hauskreis nicht gerade sehr schwierig zusammengesetzt ist (sprich: große "Redner" hat, die gebremst werden müssen, und große "Schweiger", die aus der Reserve gelockt werden müssen), kann eigentlich jeder anhand der Hauskreisbibel einen Hauskreis leiten. Wir machen es in unserem Hauskreis immer so, daß wir uns dabei abwechseln. Ich kann die Hauskreisbibel aus Erfahrung empfehlen.

 

 

Mack Thomas
Gesprächsführer zur Bibel
Einstiegsfragen und Anregungen

Dillenburg: Christliche Verlagsgesellschaft

Diese Buchreihe verfolgt denselben Zweck, nur, daß hier die Fragen nicht in den Bibeltext integriert sind. Es überläßt also dem Nutzer, welche Übersetzung er verwenden will. Die Fragen sind jedem einzelnen Kapitel des Wortes Gottes zugeordnet und sind folgendermaßen gruppiert:

  • eine Einstiegsfrage
  • Was steht im Text?
  • Das Wesentliche erfassen
  • Für das Leben heute
  • Zur Vertiefung

Auch dies ist ein wertvolles Instrument für Hauskreise. Man kann es aber auch für das persönliche Bibelstudium benutzen.

 

 

Die Heilige Schrift,
ins Deutsche übertragen von Naftali Herz Tur-Sinai

Neuhausen-Stuttgart: Hänssler 1995/2

Diese jüdische Ausgabe des deutschen Alten Testaments wurde übersetzt von einem Fachmann, der in Israel als einer der besten Kenner des Hebräischen galt. Er war bis zu seiner Pensionierung Professor für Hebräisch an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Er selbst schrieb dazu u.a.: "Die vorliegende Übertragung will die jüdische Bibel so wiedergeben, wie sie durch Jahrtausende im Judentum lebendig und geheiligt gewesen ist. ... So schwierig es auch war, an dem Satzbau und Erzählungs-Stil des Hebräischen der Bibel festzuhalten, so war es doch unser Streben, in der Übertragung den Charakter des Grundtextes zu möglichst reinem Ausdruck kommen zu lassen."

Diese Übersetzung ist fremd für Christen, die mit dem Luthertext oder dem der Elberfelder Bibel vertraut sind. Aber sie ist eine äußerst wertvolle Ergänzung und Bereicherung und deshalb meiner Meinung nach sehr empfehlenswert.

 

 

Das Jüdische Neue Testament -
eine Übersetzung des Neuen Testamentes, die seiner jüdischen Herkunft Rechnung trägt, von David H. Stern

Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch andere himmlische Herrscher, weder was da ist noch was da kommt, weder Mächte von oben noch Mächte von unten noch irgendetwas Geschaffenes uns trennen kann von der Liebe Gottes, die zu uns kommt durch den Messias Jeschua, unseren Herrn (Römer 8, 38 - 39).

Das ist eine kurze Leseprobe aus dem neutestamentlichen Gegenstück zum jüdischen Alten Testament (s.o.). Der Titel macht das Anliegen klar, das in der Einleitung noch vertieft wird. Diese Übersetzung soll Heidenchristen bewußt machen, wie stark die jüdischen Wurzeln ihres Glaubens sind. Ich finde das sehr wichtig. Man merkt es beispielsweise daran, daß anstelle des gräzisierten Namen "Jesus" das hebräisch-aramäische Wort "Jeschua" benutzt wird und die Bezeichnung "Christus" sachlich völlig richtig mit "Messias" wiedergegeben wird.

Eine Schwäche dieser Bibelausgabe wird wahrscheinlich den meisten Lesern gar nicht auffallen. Man kann sie nur den Copyright-Angaben ganz am Anfang entnehmen: Der Text der deutschen Ausgabe stammt nicht, wie man meinen sollte, von David H. Stern, sondern von zwei Übersetzerinnen. Er hat den griechischen Bibeltext ins Englische übersetzt, und sie haben seine englische Übersetzung ins Deutsche übertragen. So sollte es eigentlich nicht sein. Jede Bibelübersetzung sollte direkt aus den Ursprachen angefertigt werden und nicht den Umweg über eine andere Sprache gehen.

Ich bin auch mit der Übersetzung von Johannes 3, 16 absolut nicht einverstanden, wo es am Schluß heißt: " ... statt rettungslos vernichtet zu werden." Das griechische Verb (Tätigkeitswort), das hier mit "vernichtet werden" wiedergegeben wird, hat zwar auch diese Bedeutung; insofern ist das korrekt. Aber diese Wortwahl steht in krassem Widerspruch zum Gesamtzeugnis des Neuen Testaments, das keine Vernichtung der Ungläubigen kennt, sondern nur eine ewige, unaufhörliche Qual in der Hölle.

Wer sich dieser Schwächen bewußt ist, dem kann diese Übersetzung des Neuen Testaments als Ergänzung mit Einschränkungen dennoch empfohlen werden.

 

 

Martin Buber
Das Buch der Preisungen. Die Psalmen

Gütersloher Verlagshaus 2008

Meines Wissens war der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber der erste, der eine Bibelübersetzung gewagt hat, die das Ziel hatte, das hebräische Original so genau wie möglich in der deutschen Sprache nachzubilden. Daher kann man sie nicht schnell lesen, sondern muß über viele Wörter nachdenken, um den Sinn wirklich zu erfassen. Gerade das ermöglicht aber ein neues, vertieftes Verständnis. Die sperrige. aber poetisch schöne Gestalt seiner Ausdrucksweise verschafft dem Leser, der sich darauf einläßt, auch einen echten Lesegenuß.