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Ethik


Klaus Bockmühl:
Christliche Lebensführung
Eine Ethik der Zehn Gebote

Brunnen-Verlag Gießen / Basel 1999, ISBN 3-7655-9443-1

Dieses Buch ist keine systematische Ethik, sondern eine sehr praxisbezogene Auslegung und Anwendung der Zehn Gebote, die zentrale Gedanken daraus durch die ganze Bibel verfolgt. Dabei scheut sich der Verfasser nicht, seine Leser persönlich anzusprechen und zu einer Überprüfung ihrer Einstellungen und ihres Verhaltens herauszufordern. Dieser Exegese geht eine Einführung in die Ethik voraus, die sich u.a. mit der Definition der Ethik sowie ihrer Notwendigkeit befaßt; interessant ist auch der Abschnitt über den Umgang mit dem Dekalog in der Kirchengeschichte.

Die Auslegung erklärt nicht nur die unmittelbare, "negative" Bedeutung der einzelnen Gebote ("Du sollst nicht ... " ), sondern zieht auch den positiven Umkehrschluß nach dem Prinzip, daß jedem Verbot auch ein Gebot entspricht. Ein Beispiel: "Das Loben des Namens Gottes ist die positive Entsprechung dazu, den Namen Gottes nicht zu mißbrauchen" (S. 70). Befremdlich ist, daß einmal (S. 37) von einem "Deuteronomisten" die Rede ist, mit dem anscheinend der Verfasser des 5. Mosebuches gemeint ist. Wenn das bedeutet, daß es nach Bockmühls Auffassung nicht von Mose geschrieben worden ist, dann hätte er das Neue Testament gegen sich (Lk. 24, 27/ Apg. 3, 22/ Röm. 10, 19). Trotzdem und trotz der Tatsache, daß nicht jeder Leser allen Einzelheiten dieser Auslegungen wird zustimmen können, ist dieses in einem prägnanten, präzisen und anschaulichen Stil geschriebene Werk insgesamt ein sehr wertvolles, interessantes Buch.

 

 

Peter Hahne
Schluß mit lustig - das Ende der Spaßgesellschaft

Lahr: Johannis 2004

Dieses Buch entstand unter dem Eindruck der schrecklichen Terroranschläge vom 11.09.2001, aber auch des sogenannten "Amoklaufes" von Erfurt 2002 und ähnlicher erschütternder Ereignisse. Es erschien 2004 und ist bisher 83mal aufgelegt worden. Der bekannte und beliebte evangelikale Fernsehmoderator fordert in diesem Büchlein zu recht, daß endlich die notwendigen und sich förmlich aufdrängenden Schlußfolgerungen aus all diesem furchtbaren Geschehen gezogen werden. Unsere Gesellschaft muß zurück zu Werten, die wirklich Halt geben, und die finden wir nur im Wort Gottes. Sein Fazit ist: Holt Gott zurück in die Politik!

Beim Lesen fällt sehr angenehm auf, daß der Verfasser kein Theologe ist, sondern Journalist, und zwar ein sehr guter. Er schreibt so anschaulich, so packend, daß das Buch sich sehr leicht liest und man es kaum aus der Hand legen kann.

Ein bißchen wundert mich jedoch, daß der Text bis heute unverändert geblieben ist. Hahne zitiert zustimmend Peter Scholl-Latour mit dem (von mir hier leicht gekürzten) Satz: "Das ist das Ende der ... Spaßgesellschaft." (Seite 14) Davon mußte man damals tatsächlich ausgehen. "Die Welt wird nie wieder so sein, wie sie war," sagte man. Aber inzwischen ist man wieder zur Tagesordnung übergegangen. Man ist vielleicht etwas nachdenklicher und ängstlicher geworden, aber wir sind immer noch eine Spaßgesellschaft, die fröhlich weiter auf dem Vulkan tanzt.

Dennoch kann ich dieses Buch warm empfehlen, auch zum Weitergeben.